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Tübingen. (phr) Vor rund 30 Reservisten sprachen dieser Tage der verteidigungspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Ernst-Reinhard Beck und der Tübinger Regierungspräsident Hermann Strampfer. Die Neustrukturierung der Bundeswehr nach Aussetzung der Wehrpflicht, die Stationierungsentscheidung sowie die künf-tige Rolle der Reserve standen als zentrale Themen im Vordergrund. Hauptfrage des Abends: Wie geht’s weiter mit der Bundeswehr und der Reserve?
Beck erläuterte die künftige Neuausrichtung der Bundeswehr und ging dabei besonders auf die im Herbst durch Minister de Maizière verabschiedete Konzeption der Reserve ein. Künftig wird die komplette Reserve in drei Säulen eingeteilt: Angehörige der Truppenreserve verstärken die aktiven Teile der Bundeswehr, die Allgemeine Reserve steht in Krisen- und Spannungszeiten zusätzlich zur Verfügung. Reservisten der Territorialen Reserve helfen vor Ort. Besonderes Augenmerk legte Beck auf die Territoriale Reserve. Deren Hauptaufgabe wird in Zukunft die Entlastung der aktiven Truppe in den Bereichen Heimatschutz und zivil-militärische Zusammenarbeit sein.
Als besonderes Tätigkeitsfeld für Reservisten stellte Beck die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte vor. Sie stellen zukünftig eine zusätzliche Unterstützung der sogenannten Blaulichtkräfte bei Naturkatastrophen oder großen Schadensfällen. Dazu werde derzeit eine spezielle Ausbildung konzipiert; nach der Aktivierung erfolge eine Ausrüstung und Ausstattung durch einen entsprechenden aktiven Patenverband.
Regierungspräsident Hermann Strampfer dankte den Reservisten für ihr Engagement für die Bevölkerung und sagte seine volle Unterstützung zu. Das Bezirksverbindungskommando mit einem Dutzend Reservisten sei mittlerweile mit einer eigenen Zelle in das Katastrophenzentrum des Regierungspräsidium eingegliedert. „Die Zusammenarbeit mit meinen Reservisten klappt ausgezeichnet,“ versicherte Strampfer. Auch aus den neun Landratsämter der Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk kämen nur positive Rückmeldungen, lobte der Regierungspräsident. „Auf die Jungs ist Verlaß!“
Aufgabe der Bezirksverbindungskommandos: • beratende Teilnahme an den Sitzungen der Katastrophenschutzbehörden des Regierungsbezirks • Auswertung der Katastrophenschutzpläne der Regierungsbezirke hinsichtlich der potentiellen Gefahrenschwerpunkte • Identifizierung möglicher Unterstützungsforderungen an die Bundeswehr
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